Am vergangenen Montag fand im Vereinsheim „Jugendtreff“ des SV Mesum ein besonderer Austausch rund um eines der wichtigsten Themen im Vereinsleben statt: das Ehrenamt. Auf Einladung des FLVW Kreis Steinfurt kamen Vertreterinnen und Vertreter mehrerer Rheiner Fußballvereine zusammen, um über aktuelle Herausforderungen, Lösungsansätze und neue Ideen zu sprechen.
Mit dabei waren Delegationen von SF Gellendorf, SC Altenrheine, SV Germania Hauenhorst, Portu Rheine, GW Amisia Rheine sowie Gastgeber SV Mesum. Auch Hans-Dieter Schnippe, Ehrenvorsitzender des FLVW Kreis Steinfurt, nahm am Austausch teil. Die Hauptorganisation der Veranstaltung lag bei Ramtin Rad, Ilhan Celik und Ali Pish-Been vom FLVW, während sich der SV Mesum um die lokale Organisation – vom Veranstaltungsort bis zur Versorgung mit Brötchen und Getränken – kümmerte.
Wertschätzung, Vereinsbindung und neue Wege zur Gewinnung
Ein besonderer Dank gilt Carmen Schomann, die mit einem sehr praxisnahen und gut strukturierten Vortrag die Bedeutung des Ehrenamts in den Mittelpunkt stellte. Neben den klassischen Herausforderungen wie der Gewinnung neuer Ehrenamtlicher standen auch Themen wie Wertschätzung, Vereinsbindung und die Suche nach Jugendtrainern und Betreuern im Fokus.
Viele Vereine stellten dabei fest, dass es längst nicht mehr ausreicht, nur nach engagierten Menschen zu suchen – vielmehr geht es heute darum, attraktive Rahmenbedingungen zu schaffen, klare Aufgaben zu definieren und die Arbeit der Ehrenamtlichen sichtbar wertzuschätzen.
Ein Modul von fünf Zukunftsthemen
Das Thema „Ehrenamt“ ist eines von fünf aktuellen Modulen des FLVW-Vorstandstreffs. Die weiteren Module widmen sich der Vereinsentwicklung, einem modernen Vereinsleben, dem Frauen- und Mädchenfußball sowie dem jungen Ehrenamt. Alle Themen greifen ineinander und zeigen, wie vielschichtig und herausfordernd die Vereinsarbeit in Zukunft sein wird.
Zwischen Tradition und Zukunft – Wie geht es weiter?
Auch beim SV Mesum ist das Thema aktueller denn je: Zwar gelingt es unserem Verein „noch“, wichtige Aufgaben ehrenamtlich zu besetzen, doch von Projekt zu Projekt wird der Spielraum kleiner. Immer mehr Aufgaben lasten auf wenigen Schultern – eine Entwicklung, die viele Vereine im Kreis aktuell spüren.
„Wir hoffen, dass wir aus diesem Abend viele Anregungen mitnehmen können und sich vielleicht auch bei uns noch mehr Menschen finden, die sich ehrenamtlich engagieren möchten,“ so das Fazit von Oliver Büscher, Organisator und Ehrenamtsmanager des SV Mesum.
Trotz vieler guter Ansätze blieb eine zentrale Frage an diesem Abend offen:
👉 Kann ein kleiner Verein in Zukunft überhaupt noch ohne Hauptamtliche auskommen?
Eine einfache Antwort darauf gab es nicht. Doch eines wurde allen Beteiligten klar: Der Weg, alle Aufgaben ausschließlich mit ehrenamtlichem Engagement zu stemmen, wird in Zukunft nicht einfacher. Umso wichtiger ist es, sich frühzeitig mit neuen Strukturen, Ideen und Unterstützungsmodellen auseinanderzusetzen.
Gleichzeitig bleibt die Hoffnung, engagierte Menschen zu gewinnen, die bereit sind, mit anzupacken und der Dorfgemeinschaft etwas Gutes zu tun. Denn ein Sportverein lebt nicht nur von den Spielerinnen und Spielern auf dem Platz, sondern auch von all denen, die sich im Hintergrund einbringen. Es gibt viele verschiedene Aufgaben, die ein Verein bewältigen muss – und für jede helfende Hand gibt es eine passende Aufgabe.
Fest steht: Ohne das Ehrenamt geht es nicht – und jeder, der sich einbringen möchte, ist im Vereinsleben herzlich willkommen.
✅ Fazit: Ein gelungener Abend voller wertvoller Impulse und intensiver Gespräche – mit der klaren Botschaft, dass Vereine sich gemeinsam auf den Weg machen müssen, um auch in Zukunft handlungsfähig zu bleiben.





















