SV Mesum und die offenen Rechnungen

Rheine-Mesum. Das Gipfeltreffen bei Preußen Borghorst bedeutet für den SV Mesum gleichzeitig das letzte Spiel vor der Winterpause. Der Landesliga-Tabellenführer fährt am Sonntag (14.30 Uhr) zum Tabellendritten Preußen Borghorst. Den Fans beider Teams wird kurz vor Weihnachten noch mal ein richtiger Kracher geliefert, entsprechend groß ist die Vorfreude im Mesumer Lager.

Auch bei Trainer Norbert Tillar: „Das wird ein richtig schönes Spiel zwischen den beiden Überraschungsteams der Saison. Eigentlich haben sich beide Mannschaften nach oben verirrt, nachdem wir in der Vorsaison auf den Plätzen acht und neun eingelaufen sind.“ Die Ambitionen des Trainers wuchsen allerdings parallel zur Leistungssteigerung seiner Elf. Gemeinsam würde man gerne an der Tabellenspitze überwintern, um mit entsprechendem Selbstvertrauen die Rückserie in Angriff zu nehmen. Bei einem Auswärtssieg würde der SVM auf jeden Fall oben bleiben. Auch ein Remis könnte für den Platz an der Sonne reichen, allerdings wäre Mesum dann vom Ausgang der Partie Heiden gegen Hassel abhängig. Mit einem Heimsieg würde Heiden als lachender Dritter vorbeiziehen.

Neben der fast historisch geprägten Rivalität bezieht das Derby seine Brisanz daraus, dass Borghorst mit einem Heimsieg allen anderen eine Nase drehen und sich den Ligathron unter den Nagel reißen würde.

Offen ist noch, auf welchem Platz gespielt wird. Der SV Mesum trainierte zwei Mal auf dem Synthetikgrün des Jahn-Stadions, um für alle Fälle vorbereitet zu sein. „Von mir aus können wir ruhig auf Kunstrasen spielen, da sind wir in dieser Saison noch ungeschlagen,“ reagiert Tillar augenzwinkernd auf diese Option. Er verfügt in seinem Kader über einige Spieler, die vom technischen Vermögen und der Schnelligkeit her hierauf prächtig klar kommen. „Timo Alfermann und René Jarvers sind in diesem Fall eine ernsthafte Option für die Startelf.“

Egal, wo gespielt wird: Tillar sieht den Druck vor dieser Partie eindeutig bei den Preußen. „Die müssen gewinnen, ansonsten haben wir uns schon mit fünf Punkten deutlich von Borghorst abgesetzt. Das hat in der Vorwoche mit dem Sieg gegen Coesfeld überragend geklappt. Gegenüber der Eintracht haben wir jetzt sechs Punkte vor.“ Trotzdem geht es in Mesum nicht ohne Druck. Mannschaft und Trainer sind genervt, dass sie in den letzten Spielen gegen die Preußen keinen Blumentopf gewonnen haben.

Tillar: „Wir sehen uns da schon in der Pflicht, diese Tendenz mal zu drehen. Bei den Niederlagen in der letzten Saison waren wir immer dicht dran, geholt haben wir aber nichts.“ Das soll sich am Sonntag ab 14.30 Uhr ändern.

Quelle: www.mv-online.de

 

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