SV Mesum schließt die Personalakte

Ingo Kühs
Ingo Kühs

-dm- RHEINE-MESUM. Entspannt kann Norbert Tillar den Holland-Urlaub planen. Bis auf eine Personalstelle ist der Kader der 1. Mannschaft komplett, der in der kommenden Saison 21 Spieler umfasst. Nur noch reine Formsache soll die Zusage von Yannick Thale sein, der von Grün-Weiß Rheine losgeeist werden soll.

„Danach werden wir nichts mehr machen, der Kader ist voll“, freut sich Tillar auf wenige Wochen fußballfreie Zeit, ehe mit dem Trainingsstart am 14. Juli wieder der gewohnte Vorbereitungstrott beginnt. Fünf Wochen Zeit bleibt den Verantwortlichen für Konditionsaufbau, Teambuilding und das Einstudieren neuer Passwege. Nach zwei erfolgreichen Meisterschaftsjahren ist der Umbruch durchaus größeren Ausmaßes.

Mit Christof Brüggemann (zum SV Wilmsberg) scheidet der langjährige Sturmführer aus. Jörg Roscher, Timo Alfermann, Max Stermann, René Jarvers und Peter Lakenbrink stehen zukünftig ebenfalls nicht mehr zur Verfügung. Der angekündigte Abschied von Ingo Kühs könnte sich dagegen um ein weiteres Jahr verschieben. Nach langen Gesprächen konnte das Trainerduo den durch seinen Schichtdienst beruflich belasteten Innenverteidiger überzeugen, wohl noch eine Saison dranzuhängen.

Was nicht die schlechteste Lösung wäre: Denn gemeinsam mit Guido Göcke bildete der kopfballstarke Mann ein Abwehrduo, das so mancher Offensive in 90-Minuten-Portionen die Lust am Fußball gründlich vermieste. Nur 33 Gegentore in 30 Meisterschaftsspielen stellten den Spitzenwert aller Abwehrreihen dar und sind eine Trumpfkarte für die neue Saison. Doch nicht alles funktionierte einwandfrei: „Wir müssen unsere Schwachstelle in der Offensive beheben“, hat Tillar gleichzeitig die magere Angriffsbilanz auf dem Zettel. Nur 43 Treffer bedeuteten hinter den Absteigern Vestia Disteln und Lotte 2 die drittschwächste Torquote. Hier ruhen die Hoffnungen auf Tobias Schütte-Bruns, den man vom FCE Rheine zurück an den Hassenbrock locken konnte. Mit Felix Stehr (VfL Osnabrück 2) kommt eine weitere Alternative, die vor allem über die Außenpositionen für Druck sorgen soll. Lars Jenders (eigener Nachwuchs) schnupperte bereits in der Rückrunde rein und dürfte sich gleichfalls Einsatzchancen verdienen.

Bei Leon Bentler (eigene A-Jugend) bissen die Verantwortlichen jedoch auf Granit. Der technisch hochveranlagte Mittelfeldspieler favorisiert einen Wechsel zum FCE, wo er zum älteren Juniorenjahrgang gehören wird.

Quelle: www.zeitungrheine.de / www.mv-online.de

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