SV Mesum scheitert an Schiedsrichter Alessandro Cordi

Eine Niederlage Marke „unnötig" mussten die Landesliga-Kicker des SV Mesum beim Tabellendritten TuS Sinsen hinnehmen. Trotz einer hervorragenden Leistung unterlag die Mannschaft von Trainer Norbert Tillar mit 0:1.

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Foto: Sven Rapreger
Benjamin Brinkmann (l.) hängt sich immer richtig rein, doch kämpferischer Einsatz allein reichte gestern nicht zu einem Erfolgserlebnis. 

Sinsen - Alessandro Cordi – dieser Mann könnte den Mesumern eine schlaflose Nacht bereitet haben. Der Schiedsrichter aus Hagen lenkte über die kompletten 90 Minuten den Unmut auf sich. Die SVM-Kicker fühlten sich pausenlos benachteiligt, was den Trainer ordentlich in Rage brachte. „Der Mann hat pausenlos gegen uns gewettert und die Jungs, die sich beschwert haben, permanent niedergebrüllt. Eine solche Selbstgefälligkeit eines Schiedsrichters habe ich noch nie gesehen“, schimpfte Norbert Tillar. So standen auf Mesumer Seite nach 90 Minuten gleich sieben Gelbe Karten auf dem Zettel, beim heimischen TuS nur zwei.

Dabei hätte ein Sinsener nach 39 Minuten getrost vom Platz gestellt werden können, als Witali Ganske allein auf den Torwart zugehend gefoult wurde – eine klare Notbremse. Cordi zeigte zwar auf den Punkt, der Übeltäter sah aber nicht einmal Gelb, geschweige denn die fällige Rote Karte. Den fälligen Strafstoß setzte Felix Stehr an den Innenpfosten. Alu-Pech hatten die Gäste schon zwei Minuten zuvor, als Moritz Uphoff einen Sahnefreistoß ebenfalls ans Gebälk setzte.

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Zu diesem Zeitpunkt führten die Sinsener, die sogar einige Vertragsspieler in ihren Reihen haben, mit 1:0. Nach einem schnellen Angriff kam das Leder zu Yannick Goecke, der Andre Wiesch keine Chance ließ (34.).

Mesum wollte die Wende

David Rieke scheiterte nach gut einer Stunde erst an Sinsens Torwart Schmid und zehn Minuten vor Schluss knapp mit einem Volleyschuss. Angreifer Felix Stehr traf nur das Außennetz (75.).

Die letzten beiden Möglichkeiten resultierten aus einer Doppelchance. Zunächst scheiterte Benni Brinkmann am Torwart, nur Augenblick später kratzte ein Sinsener Verteidiger den Ball nach Schuss von Alexander Hollermann von der Linie. „Auch wenn wir verloren haben, bin ich sehr stolz auf die Mannschaft. Sie hat heute einen tollen Kampf geliefert“, analysierte Mesums Trainer.

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