Herbstmeister SV Mesum: Eine Frage der Ehre gegen Eintracht

Rheine-Mesum - Am Sonntag steht das erste von zwei aufeinanderfolgenden Spitzenspielen für den SV Mesum auf dem Programm. Ab 14.15 Uhr kreuzen der SVM und Eintracht Coesfeld die Klingen im Hassenbrock-Stadion. Wahrlich keine leichte Aufgabe für den Herbstmeister der Landesliga, setzte es im Hinspiel nämlich noch eine derbe 0:4-Klatsche.

Auch Trainer Norbert Tillar sieht den beiden nächsten Spielen mit großer Erwartung entgegen. „Wenn wir aus den Heimspielen gegen Coesfeld und Borghorst insgesamt vier Punkte holen, bin ich gut zufrieden.“ Dazu müssen die Kicker des SV Mesum allerdings äußerst konzentriert zur Sache gehen. Mit der gegen Stuckenbusch gezeigten Leistung wird es nicht reichen, obwohl gute Ansätze vorhanden waren.

Allerdings ist Coesfeld ein deutlich größeres Kaliber. Einige Ligatrainer haben das Team von Trainer Erdal Dasdun vor der Saison auf den Favoritenschild gehievt. Tillar: „Zu denen habe ich nicht gehört, erwarte das Team aber trotzdem in den oberen Tabellenregionen.“

Im Hinspiel zeigte seine Elf eine ihrer schwächsten Leistungen. Stand es zur Halbzeit noch 0:0, brach der SVM nach der Führung für Coesfeld in der 47. Minute in sich zusammen. „Klar hatten wir damals eine andere Ausgangssituation, aber trotzdem haben wir gegen Coesfeld noch etwas gutzumachen. Das ist auch eine Frage der Ehre.“ Bei der Aktion Ehrenrettung wird David Rieke nicht helfen können. Der Dauerläufer verbrachte diese Woche in Venedig. Nicht der Liebe wegen, sondern aus beruflichen Gründen. Er ist zwar am Wochenende wieder zurück, wird aber nicht zur Startelf gehören.

Mannschaft und Trainer nehmen aktuell im Umfeld „einen frischen Wind“ wahr und wollen durch gute sportliche Leistungen diese Aufbruchstimmung weiter befeuern. Die Zuschauerzahlen steigen, es wird wieder positiv über die Mannschaft gesprochen und nach jedem Heimspiel bittet der Verein zur Pressekonferenz ins Vereinsheim. „Da stehen wir natürlich in der Pflicht, aber wir dürfen den Blick auf die Realität nicht verlieren,“ hebt Norbert Tillar mahnend den Finger. „Nach den nächsten vier Spielen wissen wir schon genauer, wo die Reise hingeht.“ Er fordert von seinen Spielern Konzentration auf den nächsten Gegner. Eintracht Coesfeld wird die Messlatte im Hassenbrock hoch hängen. Das Team vereinigt viele gute Tugenden in sich. Die meisten Spieler sind technisch versiert, verfügen über eine gute Grundschnelligkeit und können bei Bedarf auch zulangen. Angenehm geht anders, aber wer auf Dauer oben mitspielen will, muss sich gerade an solchen Gegnern orientieren.

Quelle: www.mv-online.de

 

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