Erster gegen Zweiter: Ligahit Sonntag in Mesum

Großer Familientag im Hassenbrock

-wz- RHEINE-MESUM. Echte Siegertypen treffen sich am Sonntag im Hassenbrock-Stadion. Wenn Schiedsrichter Thomas Kappek um 15 Uhr die Partie anpfeift, dann treffen der Erste und Zweite der Landesliga 4 aufeinander. Das Spitzenspiel des Tages steigt also in Mesum, Gastgeber SVM empfängt den ersten Tabellenführer der neuen Saison, den SV Herbern.

„Die Tabelle lügt nicht.“ Das ist eines dieser oft gebrauchten Sprichwörter unter Fußballern. Aber der erste Eindruck kann doch gewaltig täuschen. Viele Mannschaften haben noch nicht ihren Rhythmus gefunden, und das Glück eines möglicherweise leichten Auftaktgegners relativiert sich im Lauf einer Spielzeit ganz schnell. Dennoch: Der SV Mesum und der SV Herbern wurden schon vor der Saison zu den Schwergewichten der Liga gezählt, und den Zuschauern dürfte im Hassenbrock vermutlich eine packende Partie geboten werden.

Mit einem 5:2-Heimerfolg gegen die „Bienemänner“ von Emsdetten 05 erklomm Herbern den Tabellenthron. Die Mesumer Abwehr wird ein besonderes Augenmerk auf den Torjäger Dennis Närdemann legen, der sich als zweifacher Torschütze auszeichnete. Außerdem trafen Dennis Hölscher und Dennis Kaminski, hinzu kam ein Eigentor von Florian Quabeck.

So richtig ins Herz geschlossen hat das Mesumer Trainerduo Norbert Tillar / Maik ter Beek diesen Gegner nicht. Die Bilanz in der verflossenen Spielzeit war negativ. Mit Glück reichte es vor eigener Kulisse zu einem Unentschieden, in Herbern verloren die Mesumer. Dennoch zeigt sich Tillar kämpferisch: „Wir wollen dieses Heimspiel auch gegen diesen Gegner gewinnen.“

Die Zuversicht ist berechtigt, denn auch der SVM legte am ersten Spieltag beim Aufsteiger Gescher einen rundherum gelungenen Auftritt hin und gewann 3:1. Tillar und ter Beek hätten allen Grund, getreu dem Motto „Never change a winning team“ auf dieselbe Anfangsformation zu setzen. Doch das geht nicht. Stefan Gradert hat sich eine leichte Leistenzerrung zugezogen und könne definitiv nicht spielen, wie Tillar versicherte. Weiterhin fehlt Innenverteidiger Ingo Kühs, auch ein Einsatz von Simon Hirschberg kommt nicht in Frage.

„Wir wollen uns offensiv verbessern.“ Das war das große Credo des SV Mesum vor der Saison. Ein Wunschspieler war Tobias Schütte-Bruns, der seinen Weg über SuS Neuenkirchen und FCE Rheine zurück zum SVM fand und auch unter Tillar und ter Beek wieder viele Tore schießen soll. Vor einer Woche musste er wegen einer Grippe kurzfristig passen. Er steht zwar wieder im Training, ist aber nicht bei 100 Prozent und wird deshalb vermutlich nur auf der Bank sitzen.

Quelle: www.zeitungrheine.de / Werner Zeretzke

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