Ein 0:0 und die Folgen: SV Mesum verliert Platz eins und zwei Leistungsträger

SV Mesum - SV Herbern 16.03.3014
SV Mesum - SV Herbern 16.03.3014

Rheine-Mesum - Stotterstart für den SV Mesum nach der langen Winterpause! Durch das 0:0 gegen den SV Herbern musste der „Herbstmeister“ und Ex-Tabellenführer Platz eins an den FC Viktoria Heiden abgeben, dem ein 3:1-Auswärtssieg in Borken zum Sprung an die Spitze reichte. Mesum, sowieso personell arg gebeutelt, bezahlte das Remis teuer: Max Stermann sah in der 73. Minute Rot, Peter Lakenbrink verletzte sich erneut am Knie und droht länger auszufallen.

Von Dirk Möllers - www.mv-online.de
 

„Wir akzeptieren das 0:0“, musste Trainer Norbert Tillar nach dem Spiel kleine Brötchen backen. „Nach der zweiten Halbzeit müssen wir mit dem Ergebnis zufrieden sein. Unser vorrangiges Ziel muss jetzt sein, wieder eine vernünftige Mannschaft auf die Beine zu bekommen.“

Bis auf einen Freistoß, den Guido Göcke auf die Latte schlenzte (8.), verlief die erste Halbzeit chancenarm. Aufregung gab es erst kurz vor der Pause: Nach einem langen Schlag von Göcke erlief der gerade genesene Peter Lakenbrink zwar den Ball, ging im Laufduell mit Philipp Dubicki aber schreiend zu Boden und fasste sich sofort ans rechte Knie. Hier hatte der 20-Jährige bereits einen Kreuzbandriss erlitten und stand sichtlich unter Schock. „Ich will keine Eigenprognose abgeben, aber es sieht nicht gut aus“, sagte der Offensivmann, als er nach Abpfiff Richtung Kabine humpelte.

Auf dem Platz war von der Überlegenheit des SV Mesum nach der Pause nichts mehr zu sehen. Im Gegenteil: In höchster Not musste Guido Göcke gegen Steven Farchmin retten, nachdem der zu kurze Abschlag von Max Schmalz von Daniel von der Ley sofort auf den Herberner Stürmer weitergeleitet wurde (70.). Stefan Gradert musste kurz darauf für den geschlagenen Schmalz klären, dann zielte Farchmin knapp über die Latte (72.). Nach einem Foul von hinten gegen Dominick Lünemann sah Max Stermann wohl berechtigterweise Rot (73.).

In Unterzahl musste Mesum um den Punkt bangen. Eric Sabe nahm bei einem abgewehrten Ball Maß, Schmalz wehrte mit schöner Parade zur Ecke ab (75.).

Den Kopfball von SVH-Kapitän Nils Venneker kratzte Gradert von der Linie.

Drei Minuten vor Schluss hatte Christof Brüggemann Glück, dass Schiedsrichter Bernward Pinke sein Frustfoul gegen von der Ley nur mit Gelb ahndete. Es war nicht der Tag des SV Mesum.

SV Mesum: Schmalz – Gradert, Kühs, Göcke, Stermann – Hirschberg (54. Hollermann), Brinkmann, Rieke, Lakenbrink (43. Chr. Brüggemann) – Ganske, Göers (75. N. Brüggemann).

Tore: Fehlanzeige.

Besonderes Vorkommnis: Rot gegen Max Stermann (73., grobes Foulspiel).

Quelle: www.mv-online.de

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