Drei ungelöste Fälle für „Sherlock“ Tillar

SVM startet in die Vorbereitung

Der Verbleib von Tobi Schütte-Bruns steht aktuell noch in den Sternen
Der Verbleib von Tobi Schütte-Bruns steht aktuell noch in den Sternen

Rheine-Mesum - Am Dienstag nahm die Mannschaft im Hassenbrockstadion wieder das Training auf. Das Trainerteam um Norbert Tillar und Maik ter Beek freute sich über einen fast kompletten Kader. Bis auf David Rieke, Jan Lampen, Lukas Göers und Ingo Kühs (alle verletzt) mischten die Kicker munter mit und eröffneten die Hatz auf die Stammplätze.

Ziel ist nicht Spiel um die „Holzplätze"

Der verschärfte Konkurrenzkampf ist erwünscht. „Mal schauen, wer sich durchsetzt. Im Vorjahr sind wir Vierter geworden, vielleicht schaffen wir das wieder“, legt Tillar die Messlatte hoch. Ihm graut davor, im Landesliga-Mittelfeld um die „Holzplätze“ zu spielen. Andererseits weiß er um die geringen Abstände nach unten und oben: „Du kannst Vorletzter oder Zweiter werden.“

Spitzenreiter YEG Hassel scheint enteilt, dahinter ist vieles möglich. Mitwirken am Mesumer Aufschwung soll Simon Hirschberg, der in der Hinrunde noch keine Minute zum Einsatz kam, seine Knieprobleme aber in der Winterpause endgültig überwand.

Ingo Kühs noch nicht einsatzbereit

Keine Besserung gibt es hingegen bei Ingo Kühs zu vermelden. Der kopfballstarke Innenverteidiger wollte eigentlich seine Abschiedssaison auf dem Platz erleben, kann aber wegen immer wieder auftretender Leistenbeschwerden nach wie vor nicht an Fußball denken.

Mit Johannes Wesselmann (Preußen Borghorst) stellt sich ein Winter-Neuzugang vor. Patrick Biermann hingegen wählte die andere Richtung und schloss sich nach einem für ihn unglücklichen Reservisten-Halbjahr Teuto Riesenbeck an.

Über allem schwebt die Personalie Tobias Schütte-Bruns

Mit 16 Zusagen für die nächste Saison hat der Verein ein großes Stück Planungssicherheit. Einige „prominente“ Fälle sind allerdings noch ungeklärt. Über allem schwebt die Personalie Tobias Schütte-Bruns. Der ehemalige Oberligastürmer des FC Eintracht Rheine hat sein Glück am Hassenbrock (noch) nicht gefunden. Nur ein Landesligatreffer entspricht weder dem Können noch Anspruch des 29-Jährigen, der weder in Neuenkirchen noch beim FCE dauerhaft an seine Mesumer Glanzzeit bis 2009 anknüpfen konnte. Insofern könnte die Rückkehr im vergangenen Sommer als „Nostalgie-Wechsel“ eingestuft werden, wenn die Rückrunde nicht alles auf den Kopf stellt. Schütte-Bruns, der mit dem 2. Vorsitzenden Franz-Josef Gordalla über die sportliche Zukunft spricht, hat seine Pläne über das Saisonende hinaus noch nicht offengelegt. „Ich habe mit Tobias telefoniert. Er weiß nicht, ob er beruflich da oben in Damme bleibt. Wir hauen ihm die Tür nicht vor den Kopf. Mir hat er gesagt, dass noch keine Entscheidung gefallen ist“, gibt Tillar den aktuellen Sachstand wieder und bestätigt: „Natürlich hat Brukteria Dreierwalde bei ihm angefragt.“

Ebenfalls ungewiss ist die Vertragsverlängerung von Henrik Nieweler, bei dem Anspruchsdenken und Leistung ebenfalls auseinanderklaffen. Tillar bleibt Optimist: „Er wird sicherlich erstmal gucken, wie sich die Rückserie für ihn entwickelt. Vom Potenzial her hat er das drauf, aber er steht sich manchmal selbst im Weg und muss lernen, eine gewisse Konstanz zu entwickeln.“

Dritter im Bunde ist Yannick Thale, vor der laufenden Serie von Grün-Weiß Rheine gekommen. Nun hat sich der 21-Jährige allerdings um ein duales Studium in Frankfurt beworben. „Ob das klappt, steht in den Sternen“, wartet Tillar auf eine Entscheidung und muss einräumen: „Da stehen wir ein bisschen auf dem Schlauch.“

Schlagkräftiges Landesligateam

Wie auch immer sich das Trio entscheidet: Der SV Mesum wird 2015/16 ein schlagkräftiges Landesligateam stellen. Taktisch plant das Trainerteam Änderungen. Vom gewohnten 4-2-3-1-System soll zugunsten einer 4-1-4-1-Variante mit nur noch einem defensiven Mittelfeldspieler abgewichen werden. „Ich möchte offensiver spielen lassen und mehr Spektakel bieten“, formuliert Tillar angriffslustige Ziele. Guido Göcke, aktueller Kapitän, wird dabei als einzigem „Sechser“ die Führungsaufgabe zugetraut. So viel ist klar: Mittelmaß ist dem ehemaligen Westfalenligisten zu wenig!

Quelle: MV Rheine / Dirk Möllers

Zurück