Die Talfahrt des SV Mesum geht weiter - 0:2 in Ahaus

Tillar-Team verliert in Ahaus mit 0:2 / In der Offensive bringt das Team gar nichts mehr zustande

Der nächste Ausfall - Witali Ganske wird wohl am Knie operiert werden müssen
Der nächste Ausfall - Witali Ganske wird wohl am Knie operiert werden müssen

Ahaus. Die Form ist weg, der Frust ist groß. „Es ist einfach nur deprimierend“, machte Trainer Norbert Tillar aus seinem Seelenbefinden kein Geheimnis. Auch bei besten Fußball-Bedingungen im Ahauser Stadtpark-Stadion kamen seine Landesliga-Fußballer vom SV Mesum überhaupt nicht in Schwung und verloren bei Eintracht Ahaus mit 0:2 (0:0). Für die Gastgeber hätte dieser laue Frühlingsabend gar nicht besser laufen können, schließlich sprangen sie in der Tabelle um vier Plätze nach oben und sind zumindest bis Sonntag Sechster.

„Wir haben gekämpft, das war okay“, wollte Tillar trotz der neuerlichen Pleite nicht allzu hart mit seinem Team ins Gericht gehen. Vage ließ aber dennoch anklingen, dass der eine oder andere dabei war, der etwas mehr hätte rackern und rennen können. „Aber ich habe ja keine Alternativen“, ergänzte der Coach. Ihm sind zurzeit die Hände gebunden.

Zum Haareraufen ist die Erfolgslosigkeit seiner Offensive. „Wir sind nicht in der Lage, überhaupt ein Tor zu schießen“, platzt es aus Tillar heraus. Am wenigsten trifft diese Kritik jedoch seinen Stoßstürmer Witali Ganske, der sich nur mit Schmerztabletten für dieses Match fit machen konnte und um eine Knieoperation in Kürze vermutlich nicht herumkommt.

Und wie heißt der so oft zitierte wunderschöne Fußballerspruch: „Wenn man kein Glück hat, kommt auch noch Pech hinzu.“ Der SVM hatte zumindest in den ersten 25 Minuten klar das Heft in der Hand, sogar gute Chancen, aber so mancher Mesumer Angreifer hat mittlerweile regelrecht Angst vor einem couragierten Abschluss.

Kein Glück im Abschluss, hinzu kam das Pech in der Abwehr. Aus 20 Metern zog der Ahauser Andre Stroetmann in der 51. Minute direkt ab, ein Mesumer Abwehrspieler fälschte die Kugel ab, und Schlussmann Andre Wiesch musste ohnmächtig zuschauen, wie das Leder in seinem Gehäuse einschlug.

Aber mit dem 1:0 war noch nichts entschieden, Eintracht-Torhüter Christian Teriet geriet noch mächtig ins Schwitzen, blieb aber ungeschlagen. Zum Teil hochkarätige Möglichkeiten vergaben Benjamin Brinkmann (62.), Henrik Nieweler (75.) und David Büscher (77.). Dann flog in der 79. Minute ein Freistoß in den Mesumer Strafraum, und Einwechselspieler Alexander Edel nickte die Kugel zum 2:0 ein.

SV Mesum: Wiesch – Gradert, Kühs, Göcke, Stermann – Brinkmann, Roscher –Hirschberg (59. N. Brüggemann), Alfermann (75. Büscher), Hollermann (63. Nieweler) – Ganske.

Tore: 1:0 Stroetmann (51.), 2:0 Edel (79.).

Quelle: www.mv-online.de / Werner Zeretzke

Zurück