Dicke individuelle Fehler in der Abwehr | BILDERGALERIE

SVM verliert gegen Herbern das erste Heimspiel
SVM verliert gegen Herbern das erste Heimspiel

-wz- RHEINE-MESUM. Der Saisonauftakt war glänzend, die Heimpremiere ein Reinfall. Besonders viel hatten sich die Landesliga-Fußballer des SV Mesum für das Duell im Hassenbrock-Stadion gegen den Tabellenführer SV Herbern vorgenommen, nichts davon ging in Erfüllung. Das Team um das Trainer-Duo Norbert Tillar / Maik ter Beek kassierte eine 0:2 (0:0)-Niederlage und ist nur noch Siebter. Aber die Saison ist noch jung.

 

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Das ist eine Erkenntnis, mit der sich Trainer Tillar nicht trösten mochte. Sein Frust pegel hatte nach dem Abpfiff Höchststände erreicht, sein Kommentar lautete: „Das ist eine selten dämliche Niederlage, völlig überflüssig.“ Bis zum 0:1 habe seine Mannschaft das Spiel gemacht, die Chancen aber nicht genutzt. Ein Zugewinn an Torgefährlichkeit sei bei seinem Team trotz aller Bemühungen vor der Saison noch nicht festzustellen.

Die erste Halbzeit war mehr ein Abtasten und Belauern, Risikovermeidung war das Gebot. Das Tempo war durchaus ansehnlich, der Ertrag an Torchancen auf beiden Seiten dafür sehr überschaubar. Das änderte sich im zweiten Durchgang vollständig, da war es fast schon ein kleines Fußballwunder, dass das Runde nur zwei Mal den Weg ins Eckige fand.

So nutzte Stefan Gradert einen wunderbaren Steilpass in der 54. Minute nicht zum 1:0, Verteidiger Eric Sabe klärte. Nur eine Minute später schob Witali Ganske das Leder am langen Eck vorbei.

Dann aber kam die 60. Minute und der Moment, in dem ausgerechnet Kapitän Guido Göcke ein Patzer unterlief. Er legte sich den Ball zu weit vor, Mondrian Runde rauschte heran, behielt den Ball trotz eines Pressschlags unter Kontrolle und schob diesen fast schon gemächlich an Keeper Andre Wiesch vorbei zum 1:0 ins Netz.

Jetzt wurde es richtig aufregend. „Wir mussten immer mehr aufmachen, das war hochriskant“, sagte Tillar zur taktischen Marschroute seiner Mesumer. Auf beiden Seiten hätten Tore fallen müssen, doch die Verteidiger leisteten auf der Linie wiederholt Schützenhilfe für ihre bereits geschlagenen Keeper. Wie Moritz Uphoff in der 76. Minute, anschließend setzte Herberns Torjäger Dennis Närdemann das Leder noch an die Latte.

Besonders gefährlich wurde es für den SVM immer bei Tempodribblings von Dominick Lünemann und Ahmed Schett auf der rechten Seite. Die beste Chance zum Ausgleich hatte Benjamin Brinkmann, der mutterseelenallein den Kopf nicht an die maßgerecht hereinschwebende Flanke bekam (74.). Ein echte Geschenk war das 2:0, als Uphoff den Ball gegen Robin Ploczicki verstolperte und Lünemann den Ball unbedrängt ins Tor schieben durfte (90.+4).

SV Mesum: Wiesch – Feldkämper, Göcke, Uphoff, Rieke – B. Brinkmann (76. Lampen), M. Brinkmann –  Gradert (58. Schütte-Bruns), Hagedorn (65. Göers), Stehr – Ganske.

Tore: 0:1 Runde (60.), 0:2 Lünemann (90.+4).

 

Quelle: www.zeitungrheine.de / www.mv-online.de

 

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