Den Fans wieder etwas bieten - SVM empfängt die SG Borken

Legt der SVM dem Gegner SG Borken ein paar Eier ins Nest?

Kommt immer besser in Schwung - Torschütze in Hassel Simon Hirschberg
Kommt immer besser in Schwung - Torschütze in Hassel Simon Hirschberg

Rheine-Mesum. Es ist wirklich eine komplett verrückte Liga. Der SV Mesum hat als Dritter acht Punkte mehr auf dem Konto als der Sechste SpVg. Beckum, der aber wiederum nur fünf Zähler mehr aufweist als Sinsen als 14. auf dem ersten Abstiegsplatz. Die Mesumer treten am Montag um 15 Uhr zu Hause im Hassenbrock-Stadion gegen den Tabellenvorletzten SG Borken an, den viele weit oben in der Tabelle erwartet haben.

„Wir sind gegenüber unseren Fans moralisch in der Pflicht“, spricht Trainer Norbert Tillar ganz direkt die 2:3-Heimschlappe vor zwei Wochen gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten Vestia Disteln an. Doch Borken als Vorletzter hat 17 Zähler mehr auf dem Konto als Disteln und bei acht ausstehenden Meisterschaftsspielen alle Möglichkeiten, sich aus dem Tabellenkeller zu schießen. „Niemand sollte meinen, dass wir die einfach so weghauen“, betont Tillar, „in dieser Landesliga ist jedes Spiel extrem schwer.“ Es ist eben eine verrückte Spielklasse.

Die SG Borken um Trainer Michael Maiß, der im Herbst Uwe Heller beerbte, scheint endgültig alle Fußballgesetze auf den Kopf stellen zu wollen. „Die haben von zehn Auswärtsspielen nur zwei verloren“, verweist Tillar auf die eindrucksvolle Bilanz des Gegners. Auf des Gegners Platz fühlen sich die Borkener richtig wohl, nehmen Rang sechs der Auswärtstabelle ein, während vor eigenem Publikum das große Nervenflattern einsetzt.

Für den SV Mesum spricht die deutlich bessere personelle Situation. „Wir haben acht Mann mehr im Kader als noch vor einigen Wochen“, erläutert Tillar, „entsprechend habe ich sehr viele Alternativen.“ Eventuell könne er sogar auf Henrik Nieweler zurückgreifen. Und Thomas Feldkämper soll zumindest auf der Bank sitzen.

Doch ein großer Kader bedeutet nicht automatisch eine Topleistung. Nicht wirklich zufrieden war der Mesumer Trainer mit dem Auftritt seiner Mannschaft am Sonntag in Hassel, als sie, obwohl über 50 Minuten in Überzahl, über ein 1:1 nicht hinauskam. „Wir können mehr“, meinte Tillar.

Allerdings will er die Kritik nicht zu harsch ausfallen lassen. „Viele Spieler haben lange nicht trainieren und spielen können“, meinte er, „die können gar nicht in Topform sein.“

Aber wichtig sei: Es gehe aufwärts, und einige Spieler legten auch individuell richtig zu. „Zum Beispiel kommt Simon Hirschberg immer besser in Tritt“, lobte Tillar. Max Stermann habe in Hassel trotz seiner langen Pause über 90 Minuten ein ganz starkes Spiel gemacht. Lukas Göers sei nach seinem Wechsel auf die linke Seite wesentlich besser zurechtgekommen. Und Witali Ganske kämpfe bereits seit Wochen mit Knieproblemen, spielt aber dennoch immer tapfer mit, obwohl er eigentlich eine Pause dringend nötig hätte.

Quelle: www.mv-online.de / Dirk Möllers

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