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Sport in
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Rückläufige Mitgliederzahl besorgt Vorsitzenden Franz-Josef Gordalla
Eine Ehrung ragte dabei heraus: Willi Greiwe gehört seit 80 Jahren zum SV Mesum - Rekord! Weil er aus gesundheitlichen Gründen nicht anwesend sein konnte, wird seine Ehrung beim Seniorennachmittag im April nachgeholt.
Nach dieser ihm offensichtlich angenehmen Pflicht beschrieb Gordalla die derzeitige Situation im Verein. Große Sorgen bereitet ihm der Mitgliederrückgang. Im Laufe des vergangenen Jahres ging die Zahl von 686 auf 622 Beitragszahler zurück. Ein Teil des Rückgangs erklärt sich durch säumige Zahler, ein Teil durch verstorbene Mitglieder. Gravierend: 43 Kinder und Jugendliche verließen den Verein. „Das muss bedenklich stimmen“, bezog er sich insbesondere auf den Schwund im Jugendbereich. Waren es 2009 noch 215 SVM-Nachwuchssportler, so sind es jetzt nur noch 172. Gordalla plädierte für einen Arbeitskreis, der möglichst umgehend dieses Vereinsproblem aufgreifen und Ideen zur Mitgliederwerbung erarbeiten soll.
Angetan von der Entwicklung beim Sponsoring nannte er die jetzt regelmäßigen Jahreseinnahmen in Höhe von 10000 Euro und eine weitere Summe für 2010 in dieser Größenordnung zur Abdeckung der größten Verluste. Die erhöhten Beiträge an die Berufsgenossenschaft, die alle Sportvereine treffen, schmerzten sehr. Für etwa 27000 Euro wolle der Verein bis Mitte 2012 eine Flutlichtanlage installieren. Die Hälfte des Betrages stellt die Stadt als Zuschuss zur Verfügung. Die andere Hälfte soll durch Eigenleistung und aus dem Etat gedeckt werden. Das Vorhaben sei insbesondere für die Seniorenmannschaften von großer Bedeutung.
Den Bau eines Kunstrasenplatzes dagegen könne er sich wegen der Finanzmisere der Stadt in den nächsten Jahren in Rheine kaum vorstellen. Sowohl die Parteien als auch der „Arbeitskreis Kunstrasen“ um Udo Mollen, dem er selbst auch angehört, sahen das vor den Wahlen sehr viel positiver.
Alternativen sind gefragt. Kein Wunder, dass Gordalla nicht nur der Rentnergruppe „Maulwürfe“, die sich montags um die ramponierten Fußballfelder des SVM kümmern, seinen Dank aussprach. Auch die Schiedsrichtergruppe des Vereins fand Erwähnung. Zu der Dankeschön-Party für Sponsoren und Gönner des Vereins erschienen 40 Gäste.
Gordalla vergaß aber auch nicht die vielen fleißigen
Freunde und Helfer hinter den Kulissen, seien es die Frauen für Kaffee
und Kuchen oder seine Mitstreiter im Gesamtvorstand.
Geschäftsführer Albert Büscher bedauerte in seiner Ansprache den Abstieg
der 1. Mannschaft aus der Westfalenliga. Außerordentlich erfreut zeigte
sich Büscher über die Weiterverpflichtung von Cheftrainer Uwe Laurenz,
der in seine siebte Saison geht. Das sei nicht alltäglich im
Trainer-Karussell.
Gewählt wurde auch: Fredy Menke kann aus gesundheitlichen Gründen das
Amt des 2. Vorsitzenden nicht mehr wahrnehmen. An seiner Statt wählte
die Versammlung einstimmig den vorherigen Beisitzer Mike Elsenheimer zum
Nachfolger. Für den Posten eines weiteren Beisitzers (Liegenschaften)
schlug Gordalla Werner Hüging vor, dessen Wahl ebenso einstimmig
erfolgte. Die weiterhin neu zu vergebenden Ämter: 2. Kassierer, 2.
Seniorengeschäftsführer, 2. Schriftführer und Beisitzer. Alle Kandidaten
wurden durch Wiederwahl bestätigt. Die Kasse prüfen weiterhin
Achterkamp und Werner.
Gemeinsam sangen die Mitglieder noch das Vereinslied, dann endete der offizielle Teil des Abends.
VON WILHELM OTTO KOCH
Quelle: www.mv-online.de
MESUM Der SV Mesum ist geschrumpft. Die Mitgliederzahl des Fußball-Landesligisten sank im vergangenen Jahr um insgesamt 64 von 686 auf 622. Eine Entwicklung, die der Vorsitzende Franz-Josef Gordalla "bedenklich" findet. Vor allem im Jugendbereich hat der SVM zu viele junge Kicker verloren.
Der Mitgliederschwund war das Thema im Rahmen der Jahreshauptversammlung
des SVM am Freitagabend im Vereinsheim. Im Seniorenbereich hielt sich
der Abwärtstrend noch in Grenzen: Von 380 SVM-ern Ende 2009 sank die
Zahl auf 359 Ende 2010. Ein Minus von 21, das der Vorsitzende erklären
konnte: "Neun waren säumige Beitragszahler, die wir aus der Kartei
gestrichen haben, sechs Mitglieder sind leider verstorben."
Verluste im Schülerbereich
Problematisch hingegen ist die Entwicklung im Jugendbereich. Und hier
vor allem bei den Schülern (bis 14 Jahre). Waren es Ende 2009 noch 215
Nachwuchs-Kicker, die im Trikot des SVM dem runden Leder nachjagten, so
reduzierte sich die Zahl binnen eines Jahres auf 176. Ein Verlust von 39
Fußballern! Im Jugendbereich (15 bis 18 Jahre) gab es im gleichen
Zeitraum lediglich fünf Kicker weniger (von 91 runter auf 86). Hubert
Borcharding, Geschäftsführer der SVM-Jugendabteilung, räumte ein, dass
sich "nach einem Trainerwechsel eine ganze Mannschaft abgemeldet" habe.
Er beklagte, dass in der Jugend-Abteilung - nach wie vor -
qualifizierte, ehrenamtliche Trainer und Betreuer fehlen.
Ferner präsentierte er den Anwesenden ein ganzes Bündel von Maßnahmen,
mit denen die Abteilung künftig einen weiteren Mitgliederschwund
verhindern will. Und zwar: Trainer-Schulung, Schnupper-Training für
Minis, sowie Rhetorik- und Motivationskurse für Trainer. Borcharding
vergaß auch nicht aufzulisten, was die Jugendabteilung - die aktuell 17
Teams im Spielbetrieb hat - schon jetzt alles leistet: Torwart-Training
für den Nachwuchs, Fußball-Ferien-Freizeit, Turniere, Besuch von
Bundesliga-Spielen und einiges mehr. Klar ist ihm, dass "sich der Effekt
unserer Maßnahmen erst in ein, zwei Jahren in den Mitgliederzahlen
niederschlagen wird". Dennoch hoffen alle Verantwortlichen, dass der SVM
nicht weiter schrumpft.
"Schwarze Null" in der Kasse
Doch es gab auch viel Positives beim SVM in 2010. Zum Beispiel die
"schwarze Null" in der Kasse (siehe Extra-Artikel), die nicht zuletzt
durch die Vermarktung der Banden hinter dem Tor erreicht wurde. "Durch
die 48 Meter Bandenwerbung hinter dem Tor in Richtung Trainingsplatz
haben wir jährlich eine Mehreinnahme von über 10 000 Euro", verkündete
der Vorsitzender Franzel Gordalla - und erntete reichlich Applaus.
Logisch, dass in 2011 nun die Bande hinter dem anderen Tor an den Mann
gebracht werden soll.
Auch die vom Vorstand initiierte Sponsoren-Party kam gut an. Zudem ist
der Zuschuss für die neue Flutlichtanlage am Nebenplatz genehmigt, und
der für die Drainage am großen Trainingsplatz beantragt. Hier steht erst
noch ein Bodengutachten an, dann wird im Sportausschuss der Stadt
Rheine über die Mittelvergabe entschieden. "Wir hoffen, dass wir mit
diesem Projekt im Sommer 2012 durch sind", so Gordalla. Einen
Kunstrasenplatz wird es dann in Mesum wohl noch nicht geben. Zwar hat
der SVM mit seinem Ascheplatz als mögliche Basis für ein Kunstrasenfeld
ein Pfund, mit dem er wuchern kann, weil die Kosten bei einer Umwandlung
nur 200 000 statt ansonsten 400 000 Euro betragen würden. Doch aufgrund
der Ebbe im städtischen Etat ist auf absehbare Zeit nicht zu erwarten,
dass es einen Kunstrasenplatz in Rheine geben wird. "Wenn es anders
kommen sollte, sind wir am Ball", versprach Franz-Gordalla den
SVM-Mitgliedern.
Quelle: www.muensterschezeitung.de
von Christoph Niemeyer